Logbucheintrag #14 / Entspannung

Montagmorgen, 5. August, in Berlin im Wedding. Der Berufsverkehr ist stärker als er noch die Tage davor war. Erster Schultag, die Sommerferien sind vorbei.

Ich stehe mit meinem Rennrad neben einer Verkehrsinsel, über die ein Zebrastreifen führt. Der Radweg auf dem ich unterwegs bin quert die Straße neben dem Zebrastreifen. Nachdem eine Gruppe Autos, groß, klein, stinkend, surrend, blubbernd an mir vorbei gefahren ist, hält ein Lastwagen der Bauschutt-Container transportiert, gerade aber auf einer Leerfahrt ist an und winkt mir freundlich zu, die Straße zu überqueren.

Ich bedanke mich meinerseits mit einer Geste und biege in den Radweg ein, wo sich ein Spatzenschwarm im Sand badet. Die Spatzen fliegen auf. Ich fahre langsamer und sehe den kleinen Vögeln hinterher. Rechts neben dem Weg ist eine Kita. Auf dem Hof kreischen die Kleinen übermütig im Spiel. Zwischen den Büschen ist ein Tor, das auf den Spielplatz der Kita führt. Im Schutz des Grüns steht dort eine junge Erzieherin und zieht gierig an einer Zigarette. Ich fahre weiter, der Tag hat gerade erst begonnen.