Wer hat den kleinsten?

So läuft das Leben ab: zu Beginn dreht sich alles darum was man braucht. Das geht in eine Ich-will-Phase über, was wiederum in eine turbulente Phase des was will ich eigentlich wirklich übergeht, die, hoffentlich in der Das-ist-was-ich-möchte-Phase endet. Darauf folgt, wenn nichts dazwischen kommt – etwa eine Ereigniskarte wie, gehe ins Gefängnis, gehe nicht über Los, begebe dich direkt dorthin – eine ruhigere Im-Grunde-reicht-mir-was-ich-hab-Phase, die schlussendlich in einem Abgang mündet mit dem Thema: ich bin froh was mir letztendlich erspart geblieben ist. Alles andere ist im Grunde eine Abweichung.

Interessant dabei ist, im Kern steckt immer das Gleiche: ich, ich, ich. Traurig, irgendwie. Also frag ich mich, wer hat den kleinsten Egomanen in sich? Ich bin es nicht. Die Frage ist aber auch hinterlistig. Man kann sie nicht selbst beantworten, zumindest nicht positiv. Das müssen schon andere machen. Das ist gerade richtig schwer. Wir sind sozial zu gut vernetzt, um ehrlich zueinander zu sein. Die Illusion der Kanalauswahl, die Hoffnung unter den den ganzen Angeboten nur das Richtige zu finden, dass mich repräsentiert, zumindest das Mich, das ich gerne wäre, nach außen hin.

… Die kulturpessimistischen Auslassungen eines alternden weißen Mannes. Auch langweilig. But repetition works David. Repetition works David.