Logbucheintrag #4

Berlin, Wedding, vor der Haustür, 21.07.2012

Halb 2, Nachts
Außer Atem suche ich nach dem Haustürschlüssel. Mein Rad, mit dem ich gerade einmal quer durch die Stadt gefahren bin, lehnt an meiner Hüfte. Hinter mir, der Grünstreifen der Hunde im Umkreis von 2,3 Lichtjahren zum scheißen einlädt. Damit die Herrchen auch mal Sitz machen können stehen dort Parkbänke, wo gerade zwei vollbärtige Männer rasten. Die Männer sind auch voll. Ein jeder hält keck pendelnd ein Bierchen in der fahlen Faust. Sie lehnen sich Schulter an Schulter und besprechen den Tag.

Voll Eins: „Pff, brr chhchsch. Hm.“
Voll Zwei: „Hää? Grr, bsss bs pfffff.“
Voll Eins: „Duuuschssss ts hchasch pf. Pfff!“
Voll Zwei: „Hm, hm hm – hmmmh mmm hm.“
Voll Eins: „Hm.“
Voll Zwei: „Pf.“
Voll Eins: „Hm?“
Voll Zwei: „Pf!“

Den Schlüssel finde ich in der Tasche, in der ich zuerst nicht gesucht habe. Das Schloss schnappt nach Luft. Ich vertage die Nacht auf Morgen.