Großartige Bücher, die ich nie zu ende gelesen habe.

Es gibt Bücher die legt man weg, weil man sich denkt, das geht nicht, so ein scheiß und es gibt Bücher während deren Lektüre man sich denkt, nicht wirklich und man findet sie so mies, aber man liest weiter, nur um am Ende zu sagen: “Was für ein Riesenscheiß.”

Es gibt allerdings auch Bücher, die beeindrucken, sind großartig oder treffend. Nur kann man sie nicht ertragen, tragen oder vertragen. Sie gehen zu nah oder lassen sich Zeit die man selbst nicht hat, anders wahrnimmt oder wahrnehmen will. Manchmal sind sie sogar so inspirierend, dass man sie beiseite legt, nur um kurz auszukosten was einem soeben bereitet wurde.

Also legt man sie zur Seite, manchmal passiert das vielleicht sogar unbewusst. Das Buch wandert zurück ins Regal und bleibt leise. Bücher schreien nicht, auch nicht wenn sie verbrennt werden. Sie sind die pure Geduld. Vielleicht wendet man sich ihnen doch wieder zu, Jahre später. Aber manchmal tut man das eben nicht. Man bleibt auf Seite 264 stehen – für immer. Hier stehe ich:

  • Aufzeichnungen aus einem Totenhaus (Dostojewski)
  • Dämonen (Dostojewski)
  • Jenseits von Eden (Steinbeck)
  • Die Bibel (Sammlung)
  • Flying Scottsman (Obree)
  • Letzte Ausfahrt Brooklyn (Selby)
  • Naked Lunch (Burroughs)
  • Unendlicher Spaß (Wallace)
  • Tooth and Claw (Boyle)
  • Human Smoke (Baker)
  • Wenn ein reisender in einer Winternacht (Calvino)

Vielleicht geht es irgendwann weiter und die Liste ist sicher nicht vollständig, aber wer weiß schon was passiert…

PS: Ich steh auch bei Der Turm, weiß allerdings noch nicht, ob das Buch großartig ist.