Ordinary life is pretty complex stuff.

Nach der Nachricht von Harvey Pekars Tod, wollte ich mal wieder in mein American Splendor Band reinlesen, allerdings hab ich es gerade nicht bei mir, bin nicht zuhause. Also hab ich mir den Film ausgeliehen und ich konnte nicht warten, bis er zu Ende war. Schon nach einigen Minuten hatte ich das Gefühl, etwas schreiben zu müssen. Etwas wie, “ein paar Bilder die es auf den Punkt bringen, der richtige Satz, nicht zu viel Gelaber, braucht es mehr für einen guten Film?” Oder, “einen guten Kumpel, einen, dem man nicht alles erklären muss, dazu eine gute Jazz-Platte und eine gute Couch, Zeit, das Leben kann so einfach sein.”

Aber das alles ist es nicht. Nicht einmal im Ansatz, wenn auch nicht falsch. Aber das ist es eben nicht. Ich weiß es nicht. Da war dieser Mann und er schrieb ein Comic, ein ehrliches Comic. In jeder Situation steckte eine Geschichte. Dazu muss man sie gar nicht inszenieren. Ordinary life is pretty complex stuff. The stories don’t move, they move you. Und schon weiß ich nicht mehr weiter… Die Sinnfrage ist doch eine der wenigen dummen die es gibt.

Am Ende ist es doch wieder das alte Thema. Jemand hat das Bedürfnis etwas zu tun. Er kann es sich auch nicht aussuchen. Er will nicht, er muss. Und er tut es, sein ganzes Leben. Er verdient nicht viel Geld damit. Tut es trotzdem, ist dabei einzigartig. Keine ungewöhnliche Geschichte. Im Grunde furchtbar simpel, aber die muss man erst einmal erzählen. Tschüss Harvey.