Zerbrochene Träume

Es gibt Momente im Leben, da muss man sich einfach verarscht fühlen. Wenn man morgens um 6:30 Uhr über die Reeperbahn zur Arbeit geht, zu einer halbwegs ehrbaren Arbeit, und an der Ecke Hans Albers Platz steht die Tür zu einer Spielhalle weit offen, in der Tür ein großer breiter in die Jahre gekommener Schläger, weißhaarig, Aknenarben auf den Wangen, Kippe im Mundwinkel und aus dem Laden tönt laut — Boulevard of broken Dreams von Green Day, dann ist das vielleicht so ein Moment. Vielleicht auch nicht. Vielleicht ist es eine einfache Lektion: das Leben ist so manches Mal einen zacken banaler, pathetischer und undurchdachter, als so manch gute Geschichte. Geil.